Nachhaltigkeit im Trend: Wieso ein umweltfreundliches Leben so wichtig ist

Hast du dir schon einmal die Frage gestellt, wieso Nachhaltigkeit eigentlich als so wichtig angesehen wird? Der Begriff wird heute mehr und mehr verwendet, sei es in den Nachrichten, sozialen Medien oder im Supermarkt. Die gesamte Zeit wird davon geredet und es wird immer klarer, dass Nachhaltigkeit sehr wichtig ist. Cool ist man heutzutage, wenn man ein nachhaltiges Leben führt, wobei einem nur selten erklärt wird, was genau das eigentlich bedeutet.
Manchmal kann es etwas verwirrend werden, wenn ein Thema so sehr diskutiert wird. Dabei kann es nicht nur dazu kommen, dass Unwahrheiten verbreitet werden. Oft gehen Leute auch einfach davon aus, dass sich inzwischen jeder gut mit einem Thema auskennt, weshalb irgendwann einfach überhaupt nichts mehr erklärt wird. Wenn du dir also noch ein wenig unsicher bist, was Nachhaltigkeit bedeutet und wieso sie so wichtig ist, dann bist du hier auf jeden Fall genau richtig.
Was genau ist Nachhaltigkeit?
Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der insbesondere oft im Zusammenhang mit dem Naturschutz, der Umwelt und der entsprechenden Umweltpolitik erwähnt wird. Vor allem aber wird er in solch einem Zusammenhang genannt, dass eine gewisse Begriffserfahrung erforderlich ist.
Ganz ursprünglich kommt der Begriff aus der Forstwirtschaft aus dem 18. Jahrhundert. Damals definierte ein Forstwirt die Nachhaltigkeit als ein Prinzip, bei dem man nicht mehr erntete als das, was die Natur in gleichem Masse auch wieder hervorbringen konnte. Damals gab es nämlich das Problem, dass komplette Waldregionen direkt am Meer abgeholzt wurden, um Schiffe zu bauen.
Weil die tragenden Wurzeln fehlten, hat das Wasser den Erdboden weggeschwemmt. An diesen Stellen wuchs nun nichts mehr und man blickte auf eine Steinwüste. Das ist natürlich schlecht für die Umwelt, denn auf unsere bewaldeten Flächen sind wir ganz besonders angewiesen. Heute liegt Nachhaltigkeit derselbe Gedanke zu Grunde, aber sie wird ein wenig anders definiert. Die Idee hinter der Nachhaltigkeit ist, dass wir auf die nachfolgenden Generationen Rücksicht nehmen. Das sind unsere Nachkommen.
Das Prinzip bleibt bestehen: Wir sind nachhaltig, wenn wir nicht mehr Rohstoffe verbrauchen, als unsere Erde in entsprechender Zeit auch wieder zurückgeben kann. Zu diesen Rohstoffen gehören zum Beispiel Holz und Öl. Spätere Generationen werden diese Rohstoffe immerhin ebenfalls noch brauchen, weshalb wir sie nicht einfach komplett ausschöpfen können. Weil das Konzept der Nachhaltigkeit so wichtig ist, wird es inzwischen eigentlich immer und überall angesprochen. Das ist auch gut so, denn wir haben Jahrhunderte verschwenderisch gelebt und tun in Teilen auch noch immer. Es ist an der Zeit, dass wir etwas an unserem Verhalten ändern. Aber wieso ist Nachhaltigkeit eigentlich so wichtig?
Wieso ist Nachhaltigkeit wichtig und erwähnenswert?
Das grundlegende Prinzip haben wir ja schon erklärt. Darin versteckten sich bereits einige Gründe, weshalb Nachhaltigkeit überhaupt so erwähnenswert ist. Hier sind aber weitere Gründe, warum Nachhaltigkeit immer mehr in den Fokus rückt.
Nachhaltigkeit für Privatpersonen
Gerade als Privatpersonen sollten wir der Umwelt und der Nachhaltigkeit nicht den Rücken zudrehen. Hier sind einige Gründe, weshalb wir alle verantwortlich für Nachhaltigkeit sind!
Die nahende Klimakatastrophe?
Wir merken schon jetzt, dass es mit unserer Umwelt seit Jahren langsam, aber stetig bergab geht. Das ist an sich auch nichts Neues, aber in letzter Zeit machen Forscher uns nicht nur vermehrt darauf aufmerksam, sondern generell auch auf die Dringlichkeit der Lage, in der wir uns befinden. Es ist nämlich alles andere als unwahrscheinlich, dass es noch zu unseren Lebzeiten zu einer kleinen oder grossen Klimakatastrophe kommt. Wenn du dir denkst, dass du bisher noch wenig von der herannahenden Katastrophe bemerkt hast, solltest du noch einmal darüber nachdenken. Zum einen hören wir davon, dass immer mehr Tierarten aussterben. Das liegt in vielen Fällen daran, dass wir diese Tiere jagen, weil wir sie als Nahrung oder Trophäen ansehen. Auch das ist wieder übertriebener Konsum, der über die für die Reproduktion notwendigen Nahrungsmittel hinausgeht.
Zum anderen sterben viele Tiere aus, weil wir durch übertriebenen Konsum ihren Lebensraum zerstören. Das können Fische sein, die durch Plastik sterben, das wir in Unmengen kaufen, wegwerfen und früher oder später im Ozean landet. Das können aber auch Arten aus den Urwäldern sein, die ganz ohne Nachsicht abgeholzt werden, bis die Tiere keinen Lebensraum haben. Du merkst also schon jetzt, dass das Thema recht komplex ist. Unser Verhalten kann sich selbst indirekt auf Bedrohungen für die Natur auswirken.
Im Durchschnitt wird es bei uns wärmer – und das lässt sich nicht auf die generellen Temperaturschwankungen zurückführen, die wir schon seit einer Weile bemerken. Wir produzieren unter anderem zu viel CO, was einer der wichtigsten Faktoren der globalen Erderwärmung ist. Ausserdem hast du sicher schon einmal die Bilder von chemisch verseuchten Flüssen und Gewässern gesehen, die oft durch Fabrikanlagen und achtlos entsorgten Müll entstehen. Auch hier sind es oft achtloser Konsum und wirtschaftliche Interessen, die keine Zeit für sorgfältige und nachhaltige Arbeiten mehr lassen. Doch verseuchte Flüsse ziehen durch ganze Landschaften. So erkranken die Menschen und Tiere, die an oder in diesen Flüssen leben. Verseuchte Flusslandschaften können sich ebenfalls langsam infizieren und absterben. Daraus wird dann wieder das tote Grünzeug, das wir ja bereits als problematisch erwähnt haben. 
Gerade durch die vielen Autos und Fahrzeuge gibt es selbst in der Luft, die wir atmen, eine immer höhere Schadstoffbelastung. Auch in diesem Fall ist das wenig spassig für uns, denn wir brauchen die Luft zum Leben. Neben den Fahrzeugen sind es unter anderen auch die Fabriken, die die Luft so sehr belasten. Hier spielen auch wieder tausende Faktoren mit. Die Essenz ist jedoch erneut, dass wir die Ursache sind. 
Die Erderwärmung soll auch nochmal angesprochen werden, denn sie kann uns durchaus rasch zur Gefahr werden. Sicher hast auch du gehört, dass die Erde mit jedem Jahr wärmer wird. Dadurch beginnen die Polkappen schon jetzt zu schmelzen. Im Moment ist das noch recht harmlos, aber schon in nur wenigen Jahren erwarten wir schwere Fluten auf der ganzen Welt, die wir nur verhindern können, wenn wir noch jetzt radikal unser Verhalten anpassen. Diese Fluten sind auch für diejenigen schlimm, die weit vom Meer entfernt leben. Die grossen Schäden werden sich wirtschaftlich bemerkbar machen, aber vor allem sind grosse Fluchtwellen zu erwarten. Beides wird uns selbst in geschützten Bereichen massgeblich beeinträchtigen! Es gibt natürlich noch zahlreiche weitere Dinge, die auf eine nahende Klimakatastrophe hinweisen. Viele davon lassen sich auf das Verhalten der Menschen zurückführen, denn die Erde besteht aus einem ausgeglichenen Ökosystem, das sich selbst regelt. Wir unterbrechen es nur leider viel zu sehr.
Eine Welt für die späteren Generationen
Gerade all jene, die kleine Geschwister oder schon die eigenen Kinder haben, werden diesen Punkt ganz besonders verstehen. Denn wir sind nicht die einzigen Menschen, die den Planeten je bewohnen werden und vor allem bewohnen wollen. Wir sind nicht alleine – und entsprechend dürfen wir nicht egoistisch leben.
Aktuell ist es so, dass wir unseren Planeten immer weiter zerstören. Prognosen sagen zwar, dass wir noch zu unseren Lebzeiten mit einer Klimakatastrophe rechnen können, wenn wir bis dahin nicht radikal unser Verhalten verändern, aber das sollte eigentlich auch keine Rolle spielen. Der Sinn von Nachhaltigkeit ist ja gerade, dass wir nicht nur in die nahe Zukunft, sondern auch in die ferne Zukunft sehen. Wir wollen nicht nur, dass dieser Planet für uns lebenswert ist. Nein, die Erde soll auch für alle Generationen der Zukunft ein tolles Heim darstellen. Das sind unsere Kinder und Enkelkinder und hoffentlich auch deren Enkel.
Es ist leider sehr einfach, diese Verantwortung von sich zu stossen, wenn man keine Nachkommen hat oder nur an sich denkt. Egoismus liegt gewissermassen auch einfach in unserer Natur, weshalb es nicht wirklich zu verübeln ist. Es liegt aber an uns, dass wir dieses Bewusstsein in uns entdecken und auch in die Tat umsetzen.
Ja, vielleicht können wir nahende Klimakatastrophen ausbremsen und es so noch eine Weile hinauszögern, dass irgendetwas Gravierendes passiert, das die Welt für immer verändern wird. Das ist auch gar nicht so unwahrscheinlich, weil sich inzwischen doch viele Menschen anpassen, um die Erde noch ein wenig länger zu schützen.
Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass das mit unserer aktuellen Einstellung und unserem aktuellen Verantwortungsbewusstsein auch langfristig so bleibt.
Nachhaltigkeit für Unternehmen
Für Unternehmen ist es genauso wichtig, dass man nachhaltig ist. Das mag auf den ersten Blick vielleicht ein wenig befremdlich wirken, denn immerhin ist Nachhaltigkeit oft nicht ganz so wirtschaftlich rentabel. Ein grosser Grund erklärt sich aber auch von selbst: 
Unternehmer sind Menschen. Sie sind Menschen, die auch als Privatperson für die Umwelt verantwortlich sind und sich vermutlich selbst Sorgen machen, dass sie eine Klimakatastrophe am eigenen Leib erfahren oder ihren Familien aufbürden. Schon insofern ist es eigentlich selbsterklärend, dass es auch für grosse und kleine Unternehmen eine Motivation gibt, nachhaltiger zu werden. Doch welchen Grund kann es sonst noch geben?
Die Gesellschaft verändert sich
Es ist wohl das Internet, es ist die Jugend von heute. Informationen wandern in Sekundenschnelle von einem Ort zum nächsten und entsprechend sind Menschen heutzutage oft sehr viel gebildeter. Noch dazu gibt es auch Trends, die sich rasant entwickeln und von einem Ort zum nächsten wandern. Wir können uns im Moment glücklich schätzen, dass Nachhaltigkeit gewisser Weise zu einem Trend geworden ist. 
Ja, Nachhaltigkeit ist ein Trend. Das liegt nicht nur daran, dass nachhaltige Personen wichtig sind, denn inzwischen ist es fast schon cool, wenn man sich um die Umwelt sorgt. Das ist hierbei aber egal. Wenn wir als Endkonsumenten um einen nachhaltigen Lebensstil besorgt sind, wird das auch die Unternehmen beeinflussen. Eine Marke, die heute auf ihrer Website mit Nachhaltigkeit wirbt, ist automatisch begehrenswerter. Unternehmen werden immer mehr zur Verantwortung gezogen, wenn sie ihre Produkte unter katastrophalen Bedingungen herstellen und somit zu einer Belastung für die gesamte Umwelt werden.
Heute ist es auch so leicht wie noch nie, sein eigenes Unternehmen zu gründen oder zum Freelancer zu werden. Entsprechend wird die Konkurrenz unter den Unternehmern grösser, während die Kunden eine freie Wahl haben. Auch deshalb sind Unternehmen mehr und mehr gezwungen, sich den aktuellen Trends um Nachhaltigkeit und umweltfreundlichen Konsum zu beugen, denn wenn sie nicht gut und trendy genug sind, kaufen die Kunden einfach bei einem anderen Unternehmen, dessen Philosophie besser zum eigenen Lebensstil passt. Das wird noch mehr dadurch begünstigt, dass man inzwischen eigentlich alles bestellen kann – weltweit.
Die Digitalisierung hat also auch gute Folgen für unsere Umwelt und unsere Denkweisen. 
Dies gilt allen voran bei Start-ups, aber auch bei bestehenden Unternehmen. Die Giganten, die es schon gibt, haben es natürlich leichter, weil sie sich an einer bereits bestehenden Kundschaft bedienen können. Doch neue Unternehmen müssen dem Geist der Zeit und somit aktuellen Trends entsprechen, um auf dem Markt noch eine Chance zu haben. Darüber können wir uns freuen, denn so sind Unternehmen nicht nur mehr und mehr auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten, sondern produzieren ihre Waren immer nachhaltiger. Ausserdem entwickeln sie auch Produkte, die uns ein nachhaltigeres Leben erleichtern!
Nachhaltigkeit – bist du ein Teil der Bewegung?
Da du jetzt die Gründe kennst, weshalb Nachhaltigkeit so unheimlich wichtig ist: Bist du schon ein Teil der Bewegung? Oft ist das Thema stressig und überfordernd, weil uns erst einmal klar wird, welche negativen Konsequenzen ein Versagen eigentlich haben könnte. In jedem Fall ist Aufklärung ein wichtiger erster Schritt nach vorne.
Wusstest du, dass es unheimlich viele Wege gibt, ein nachhaltiges Leben zu führen? Viele Menschen kennen nicht einmal die Grundlagen, um ein umweltbewusstes Leben zu leben. Dabei muss man auch nicht gleich vegan werden und jedes Stück Plastik aus der Wohnung verbannen. Es gibt so viele Möglichkeiten, Schritt für Schritt zu einem nachhaltigeren Lebensstil zu gelangen. Da das Thema inzwischen so wichtig ist, findet man auch mit einer einfachen Suchanfrage Tausende Ergebnisse, die einem das alles noch näher bringen und praktische Tipps liefern.
Der beste Weg, um zu starten, ist zu starten. Nicht morgen, nächste Woche oder im neuen Jahr, sondern jetzt. Wenn du deinen Beitrag leisten willst, setze dir am besten noch heute ein Monatsziel, um mit deinem nachhaltigen Leben anzufangen. Die Nachhaltigkeit kann unkompliziert und aufwandsfrei sein. Oft musst du nur nach und nach kleine Verhaltensmuster anpassen oder alte Produkte durch neue austauschen, die nachhaltiger sind. Dann bist auf dem besten Weg zu mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit.

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