Nachhaltige Mode – So geht umweltfreundlich und stilvoll

Hast du dir schon länger mal überlegt, dass du eigentlich gerne nachhaltiger und umweltfreundlicher leben würdest? Denn das ist nicht nur eine supergute Idee, die auch noch im Trend ist, sondern allem voran wichtig und brandaktuell. Immer wieder wird uns von einer nahenden Klimakatastrophe erzählt und das nicht ohne Grund. 
Nachhaltigkeit ist ein grosses Thema, aber auf den ersten Blick denken wir immer, dass das mit sehr viel Aufwand und sehr hohen Kosten verbunden ist. Das muss so aber nicht sein. Gerade im Bereich der Mode denkt man bei Nachhaltigkeit vielleicht auch einfach daran, sich gar keine Kleidung mehr zu kaufen – das Thema wird heiss diskutiert und man macht sich gerne mal etwas zu viele Sorgen. Wir sagen: immer mit der Ruhe. Nachhaltigkeit kann modisch und auch noch bezahlbar sein!
Wenn du mehr über nachhaltige Mode erfahren willst, kannst du hier ganz einfach weiterlesen.
Nachhaltigkeit – was bedeutet das eigentlich?
Wir reden so viel von der Nachhaltigkeit, dass wir den Begriff am besten einmal klären sollten. Nachhaltigkeit zielt generell darauf ab, einen umweltschonenden Lebensstil zu erreichen. Dieser ermöglicht späteren Generationen, also unseren Nachfolgern, ein gutes Leben. Nachhaltigkeit bedeutet also unter anderem, unsere Ressourcen nicht in Grund und Boden abzubauen. Wir müssen immer so viel zurücklassen, dass sich die Natur erholen kann. Wenn wir nachhaltig leben, fügen wir uns automatisch in das natürliche System der Erde ein – das Ökosystem. Somit bezwecken wir, dass alle Ressourcen erhalten bleiben und auch noch in der Zukunft verwendet werden können.
Wir wollen Dinge wie Artensterben und Ressourcenknappheit vermeiden. Genau darauf kommt es nämlich an, wenn wir unseren Planeten noch lange erhalten wollen. Im Moment verschwenden wir Ressourcen nur zu gerne und schaden dabei nicht nur unserer Erde, sondern auch uns selbst. Das ist der Grund, weshalb wir nachhaltiger leben müssen. Wir wollen genau das vermeiden.
So wie wir uns im Moment verhalten und leben, wird es vielleicht noch in den nächsten Jahren zu einer Klimakatastrophe kommen. Das betrifft auch jeden von uns, denn so weit in der Zukunft liegt das im Prinzip nicht mehr. Wir müssen also alle unseren Lebensstil ein wenig anpassen und somit mit grossen Schritten in die Zukunft schreiten!
Tipps für Nachhaltigkeit in der Modewelt
Wir alle wollen gut aussehen. Es ist vermutlich eine der menschlichsten Eigenschaften, die wir besitzen. Wir sehnen uns nicht nur nach Aufmerksamkeit, sondern auch immer nach der Bestätigung anderer. Wir wollen, das liegt in unserer Natur, dass andere Menschen uns toll finden und uns mögen. Manchmal sollen sie einfach nur unser Aussehen gut finden, nicht den Charakter. Das Aussehen wird oft als oberflächlich erscheinen, aber gerade der erste Eindruck einer Person hängt komplett hiervon ab. Deshalb ist Kleidung nicht unwichtig, denn so können wir quasi komplett formen, was andere von uns denken.
Hier sind deshalb einige Tipps, wie du zu schöner Kleidung kommst, die noch dazu nachhaltig ist!
Gebrauchte Kleidung kaufen
Den Tipp hörst du vermutlich immer wieder, wenn du dich mit nachhaltiger Mode beschäftigst. Es ist allerdings einfach nicht abzustreiten, dass gebrauchte Kleidung besser für die Umwelt ist. Ausserdem sind die Preise niedriger.
Gebrauchte Kleidung ist wirklich super, wenn man von Nachhaltigkeit spricht. Es wird so gesehen keine neue Maschine zur Produktion der Teile eingeworfen, weshalb du ganz ohne schlechtes Gewissen zugreifen kannst. Ausserdem sind gebrauchte Kleider, die sich in Secondhand-Shops finden, meist von sehr guter Qualität. Gute Qualität ist auch automatisch für die Umwelt gut und somit nachhaltiger, – doch davon reden wir gleich noch einmal.
Ein weiterer Vorteil ist der Preis. Gebrauchte Kleidung ist in der Regel nicht nur billiger, sondern sehr günstig. Dies ist also ein nachhaltiger Tipp, der nicht nur den wohlhabenderen Menschen zugutekommt! Jeder kann gebrauchte Mode einkaufen.
Der einzige Nachteil, der vielleicht aufkommen könnte, ist die Sache mit den Trends. Das Problem ist, dass wir gerne auch trendy gekleidet sein wollen. Stücke, die man in diesen Läden bekommt, wurden meist aussortiert, weil sie nicht mehr den aktuellen Trends entsprechen. Doch wir wollen ein wenig später auch noch einmal über Trends sprechen!
Gute Qualität ist wichtig
Das hörst du bestimmt immer wieder, aber wir wollen noch einmal ganz besonders betonen, dass die Qualität bei unserer Kleidung eine grosse Rolle spielt. Das hat gleich eine ganze Menge verschiedener Gründe und wir wollen auf ein paar davon eingehen! Aber, ja, am besten ist es, wenn du Kleidung kaufst, die ein wenig teurer, aber dafür hochwertig ist.
Unsere Gesundheit ist wichtig. Billige Kleidung ist oft so gefärbt, dass wir zu Ausschlägen und Entzündungen neigen. Viele Menschen sind auf billige Kleidung allergisch oder fühlen sich unwohl, wenn sie diese tragen. Das kann der Geruch sein, oder vielleicht kratzt der Stoff. Fakt ist aber auch, dass bullige Kleidung oft mit Schadstoffen und Plastik vollgestopft ist. Auch für unsere Gesundheit ist das alles andere als gut!
Zur Qualität gehört dann auch die Produktion. Die Schadstoffe, die unsere Gesundheit belasten, wirken sich auch negativ auf die Umwelt aus. So gibt es immer wieder Fälle von Produktionsstätten, an denen die Flüsse bunt sind und die Pflanzen und Tiere in der Umgebung aussterben. Es ist nicht ohne Grund so, dass die Arbeiter an billigen Produktionsorten zeitnah erkranken und unter diesen Produktionen leiden.
Ein weiterer Aspekt ist auch die Menschlichkeit. Billige Mode bedeutet, dass die Arbeiter dafür kaum bezahlt werden. Manchmal wird sogar auf Kinder zurückgegriffen, die dann die Kleidung herstellen. Du bist sicher ebenfalls kein Befürworter der Kinderarbeit. Leider wird darauf in anderen Ländern sehr oft zurückgegriffen, wenn es um die Herstellung von Mode geht. Die Arbeit dort ist hart, schlecht bezahlt und vor allem einfältig. Deswegen werden meist auch keine qualifizierten Arbeiter gebraucht und Kinder sind eine der ersten Anlaufstellen.
Es gibt noch weitere Gründe, weshalb billige Mode einfach keine Option ist. Zum Beispiel wird billige Mode oft in Massen produziert und dann einfach weggeworfen, wenn sie sich nicht verkauft. Das ist eine gigantische Verschwendung an Ressourcen. Das ist dann noch schlimmer, wenn man bedenkt, dass diese Kleidungsstücke oft zu einem grossen Teil aus Plastik bestehen. Wir alle wissen, dass Plastik schlecht für die Umwelt ist und somit zu unseren grössten Problemen gehört. 
Die Qualität spielt hier noch einmal mit rein, denn billige Mode geht sehr schnell kaputt oder kratzt auf unserer Haut, weshalb wir sie so oder so schnell loswerden wollen. Da die Preise so niedrig waren und billige Mode inzwischen in Massen verkauft wird, werfen wir die Stücke meist weg, weil sie ohnehin niemand kaufen will. Das ist eine noch grössere Belastung.
Und die Fabriken, in denen diese Kleidung hergestellt wurde, wurden angeworfen, um massive Berge an Kleidung zu produzieren, die innerhalb kürzester Zeit in der Mülltonne zu landen. Die Liste geht hier noch weiter.
Der Punkt ist, dass sich die meisten von uns hochwertige Kleidung leisten können – und das ist gut so. Billige Kleidung ist toll für alle, die sich Qualität nicht leisten können, weil sie nicht genug Geld verdienen. Doch wenn wir ehrlich sind, sind viele von uns privilegierter. Wir müssen uns hier keine Sorgen machen, aber sind geizig oder wollen in grossen Mengen einkaufen. Das ist ein Verhalten, das wir in jedem Fall ablegen müssen. Wir müssen anfangen, unsere Verantwortung zu erkennen und dieser entsprechend auch nachzukommen!
Trends vermeiden
Ja, wir alle geben uns gerne den Trends hin, die gerade im Moment durch die sozialen Medien einfach überall sind. Jeden Tag posten Influencer und Promis neue Bilder von ihren besten Outfits und wir sind nicht nur neidisch, sondern wollen diese Outfits im besten Fall sogar selbst tragen. Daher greifen wir dann ganz leicht zur Fast Fashion – Kleidung, die extrem schnell und extrem billig hergestellt wird. 
Das hier hat vor allem viel mit unserem Mindset zu tun und das lässt sich nicht über Nacht abschalten. Das Fazit ist, dass du keine Mode kaufen solltest, weil sie im Trend ist. Gerade im Moment dauern Trends nur ein bis zwei Monate an – und dann kommt der neue und du wirfst das alte Outfit weg, um dir ein neues zu kaufen. Wir können dir nur ans Herz legen, dass du ausschliesslich die Kleidung kaufst, die du auch wirklich brauchst oder von Herzen gut findest. Lasse dich nicht von Trends verlocken.
Trends und billige Kleidung gehen oft Hand in Hand, denn es sind Unternehmen, die massig Kleidung produzieren, die dann auch zu regelmässigen Trends führen können. Doch auch hier wird die Kleidung meist dann weggeworfen, sobald der Trend vorbei ist.
Lass die Finger weg von den Trends und rufe dir einfach immer wieder vor Augen, wie viel Schaden sie eigentlich anrichten können. Von trendiger Mode profitiert wirklich niemand – und deine Kleidung sollte nicht dein Selbstbewusstsein oder deinen sozialen Stand ausmachen.
Ein Kleidungsstil
Ein weiterer Tipp ist, dass du einen Kleidungsstil findest, der wirklich zu dir passt: Oft kaufen wir ohne System ein und greifen nach wirklich allem, das wir schön finden. Dann haben wir aber zahlreiche Teile, die nicht so ganz zusammen passen. Die tragen wir dann kaum und werden sie dann zeitnah los. Ausserdem haben wir dann auch oft das Gefühl, dass wir nicht genug Kleidung haben. Deshalb kaufen wir mehr und mehr Kleidung, was zu einem übermässigen Konsum führt.
Die Lösung ist ein eigener Kleidungsstil. Es ist manchmal ein wenig leichter gesagt als getan, aber das Prinzip ist simpel. Am besten ist es, wenn du dich mit Mode ein wenig beschäftigst. Nur wenige Basics reichen dir, um zahlreiche Outfits zu haben. Auch Schmuck kann ein einziges Outfit mit extrem wenig Aufwand komplett verändern. 
Sobald du einmal deinen individuellen Stil gefunden hast, wirst du nur noch Kleidung kaufen, die hier auch dazu passt. Die Wahrscheinlichkeit ist dann aber unglaublich hoch, dass du alles mit allem kombinieren kannst. So hast du auch nicht mehr das Gefühl, dass du keine Kleidung hast. Deshalb kaufst du weniger ein und das ist dann wieder gut für die Umwelt.
Ausserdem hat das noch einen Vorteil: Wenn dir bewusst wird, dass du eben doch genug Kleidung in deinem Schrank hast, dann musst du für weniger neue Kleidung Geld ausgeben. Du stellst also fest, dass du dieselbe Menge an Geld für weniger Teile ausgeben kannst. So greifst du auch mit einer kleineren Wahrscheinlichkeit nach Fast Fashion und billiger Mode, was ja auch wieder gut für die Umwelt ist.
Und ein letzter Vorteil noch: Wenn du einen Stil entwickelst, der dir wirklich gut gefällt und ganz einfach zu dir passt, dann steigt dein modisches Selbstbewusstsein. Das führt dann wieder dazu, dass du ein gestärktes Vertrauen in dein Aussehen und deine Kleider hast. So vermeidest du wiederum, dass du jedem einzelnen Trend folgen willst. Wenn du dich in deinem Aussehen gut und sicher fühlst, musst du nicht die Teile kaufen, die ohnehin jeder trägt!
Nachhaltige Mode – es muss nicht kompliziert sein
Es ist ganz einfach, ein wenig nachhaltiger in seinem Leben zu werden. Auch in Bezug auf unsere Mode sieht es da nicht anders aus. Wir müssen unser Verhalten nur hier und dort ein wenig anpassen, um langfristig eine positive Veränderung hervorzurufen.
Viele Dinge im Bereich Mode haben besonders mit dem Mindset und unseren Gewohnheiten zu tun. Das ist aber eine gute Nachricht, denn somit musst du dich nicht um teure Alternativen und Ähnliches sorgen.
Uns ist wichtig, dass dir bewusst wird, dass auch du nachhaltig leben kannst. Dabei musst du rein gar nichts einbüssen. Du musst nicht mehr Geld ausgeben, du musst nicht mehr Zeit investieren, du musst dir nicht den Kopf zerbrechen und auch nicht von heute auf morgen Kartoffelsäcke tragen.
Nachhaltigkeit wird mehr und mehr zum Thema und viele Leute wollen heute ein nachhaltiges Leben leben. Das wird auch dir zum Vorteil, denn die Angebote werden immer billiger, umsetzbarer und grösser. Mehr Unternehmen tendieren heute in Richtung Nachhaltigkeit als noch vor wenigen Jahren. Auch das schafft dir eine viel grössere Auswahl.

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